| Im Rahmen der Israelischen Kulturwochen in Niedersachsen zeigen wir vom 15. - 28. Mai ausgesuchte israelische Filme. Eine Veranstaltung-Reihe in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen und der Landeszentrale für politische Bildung. |
| Das Programm: |
| Donnerstag 15.5. - Samstag 17.5., jeweils 17.30 Uhr: |
| "Liebes-Inventur" |
| (Reshimat Ahava) |
| Liebes-Inventur ist die Chronik der Versuche des Regisseurs David Fisher, ein persönliches Rätsel zu lösen und seine Familie wieder zusammenzubringen. Mit einer kleinen tragbaren Kamera, einem geschickten Team und vor allem mit seinen vier Geschwistern macht er sich auf die emotional herausfordernde Suche nach seiner lange verschollenen Schwester. Mit einem großen Gespür für Momente der Trauer und des Humors deckt Fisher die dunklen Seiten der Vergangenheit auf: eine Vergangenheit, die fünfzig Jahre zurückliegt, als das Land Israel gerade gegründet worden war und Gesetzeswidrigkeiten und Unrechtmäßigkeiten zu den Geburtswehen gehörten. |
| Buch und Regie: David Fisher, Israel 2000, 90 Min., Hebräisch mit dt. Untertiteln. |
| Sonntag 18.5. und Montag 19.5., jeweils 17.30 Uhr: |
| "Kadosh" |
| Meir und seine Frau Rivka sind seit 10 Jahren kinderlos verheiratet. Sie leben in Mea Schearim, einem streng-orthodoxen Judenviertel Jerusalems. Der Rabbi und seine Gemeinde, für die der einzige Sinn der Ehe darin besteht, gläubigen Nachwuchs in die Welt der Ungläubigen zu setzen, akzeptieren ihre Liebe füreinander nicht. So wird Meir gezwungen, sich von Rivka scheiden zu lassen und die junge Haya zu heiraten. Mit einer Klarheit, die dennoch reich an Details ist, erzählt Kadosh von religiösem Extremismus und patriarchaler Unterdrückung und stellt die bedingungslos angenommenen Werte einer jüdischen Gemeinde rigoros in Frage. |
| Regie: Amos Gitai, IL/F 1999, 110 Min, OmU, mit Yael Abecassis, Yoram Hattab, Meitel Barda, Uri Ran Klauzner, Sami Hori. |
| Dienstag 20.5. - Donnerstag 22.5., jeweils 17.30 Uhr: |
| Promises" |
| Ohne die Oberflächlichkeit der Nachrichtenmagazine, politischen Kommentar oder kalte Analyse, zeigt Promises ein menschliches Portrait des israelisch-palästinensischen Konflikts. Über vier Jahre hat das Filmteam hat das Leben von sieben Kindern aus Jerusalem begleitet. Sie wohnen nicht weiter als 20 Autominuten voneinander entfernt, und doch trennen sie Welten. Die Kinder, zwischen 9 und 13 Jahren alt, sprechen über verschiedene Facetten des Konflikts. Alt genug, sich zu artikulieren und zu jung für die Analysen der Erwachsenen, spiegeln sie ihre jeweilige Kultur und zeichnen ein Bild der kommenden Generation. |
| Regie: Justine Shapiro, B.Z. Goldberg und Carlos Bolado, USA 2001, 106 min, Hebräisch/Arabisch/Englisch mit dt. Untertiteln. |
| www.promisesproject.org |
| Freitag 23.5. - Sonntag 25.5., jeweils 17.30 Uhr: |
| "Made in Israel" |
| Danny Hofmann, reicher Geschäftsmann und Sohn eines Holocaust-Überlebenden, setzt zwei Millionen Dollar Kopfgeld auf den letzten Nazi aus. Hofmann beauftragt zwei unterqualifizierte Gangster und den russischen Auftragskiller Vitally und dessen Geliebte Dodo. Die unprofessionellen Kopfgeldjäger haben aber nicht nur mit schlechtem Wetter zu kämpfen, sondern auch mit einem störrischen 82-jährigen Mann, mit mafiösen Geldeintreibern und dem israelischen Militär, dem sie den Alten erstmal "entwenden" müssen. Schultz soll unbehelligt und lebendig zum höchsten Berg des Landes gebracht werden. Dort soll Hofmann persönlich die Freude zu Teil werden, ihm die letzte Kugel zu verpassen. Doch alles kommt anders... |
| Regie: Ari Folman, Israel 2001, 113 Min, Hebräisch/Russisch mit dt. Untertiteln, mit Jürgen Holtz, Menashe Noy, Genia Dodina, Sason Gabai, Dror Keren, Igor Mirkorbanov, Josef El-Dor, Tzahi Grad. |
| Montag 26.5. - Mittwoch 28.5., jeweils 17.30 Uhr: |
| "Life According to Agfa" |
| Die Barbie-Bar in Tel Aviv ist Treffpunkt höchst unterschiedlicher Charaktere. Dort treffen Araber auf Israelis, radikale Zionisten auf liberal-progressive Israelis, brutale Polizisten und gewaltbereite Soldaten. Je später der Abend, desto explosiver die Stimmung. Im Morgengrauen bereitet ein Trupp Soldaten dem Treiben ein Ende. |
| Der Film ist eine Momentaufnahme einer zerrissenen Gesellschaft. Er war in Israel ein großer Publikumserfolg und ist immer noch von beklemmender Aktualität. |
| Buch und Regie: Assi Dayan, Israel 1992, 100 Min., mit Gila Almagor, Shuli Rand, Irit Frank, Avital Dicker, Dani Litani. |
| Weitere Informationen unter www.israel-kulturwochen.de. |